Halli hallo hallöle,
ein Vöglein hat mir gezwitschert, dass es dieses Magazin, welches mein Arbeit-ähhm, Sockengeber ist, heute auf den Tag genau vor 4 Jahren gegründet wurde… Donnerlittchen, 4 Jahre… Das sind ja auch gleichzeitig 4 Staffeln DSDS…4 Mal „Eurovision Song Contest“ mit und OHNE Lena…Aber darum geht es ja nun nicht…
Ich habe doch tatsächlich meinen ganzen Hauselfen Mut zusammengenommen und soeben mit Frau G., meiner Chefredakteurin, telefoniert. Ich bin immer noch ganz aufgeregt. Die ist ja manchmal so kurz angebunden… Natürlich habe ich zunächst, wie sich das gehört, brav gratuliert, aber dann….ja dann, hab ich der mal ein paar Fragen gestellt. So quasi als Geburtstagsinterview… Erst wollte sie ja noch einen auf seriös machen und so, aber ich schlauer Fuchs, hab sie dann mit meinem Charme doch völlig aus dem Konzept gebracht… Aber lest mal selbst…
Hauself: Liebe Frau G., 4 Jahre kultur-base.de, Wahnsinn. Gratulation, ich kann es nicht fassen, dass die Zeit so schnell vergangen ist…
(Hätten wir ein Bildtelefon, würde man jetzt erwähnen, dass Frau G. genervt mit den Augen rollt…)… Ähmm, ja…Wie hat denn das Ganze damals eigentlich so angefangen?
Frau G.: Uns gibt es ja seit Februar 2008. Die Idee entstand, indem ich spontan einem Presseverband beigetreten bin und dann einfach mal so ein Magazin gegründet habe.
Unsere Anfänge waren damals noch sehr aufwändig. Jeder einzelne Artikel wurde in einer HTML Seite programmiert, was alles sehr umständlich gemacht hat. Da musste schnell eine Alternative her, die wir dann in einer Software gefunden haben, die uns die tägliche Arbeit wirklich um Einiges erleichtert. Joomla heißt die, haben Sie vielleicht schonmal gehört. Vielleicht aber auch nicht, Sie befassen sich ja nicht sonderlich viel mit PC, sondern eher mit TV. Tut aber auch nichts weiter zur Sache. Damit müssen Sie sich ja auch nicht befassen, denn dafür bin ich ja da.
Hauself: Ähm, ja. Genau… Also, die Arbeit an einem Online-Magazin ist doch bestimmt sehr… vielseitig, oder? Wie muss man sich das denn vorstellen in Ihrem Betrieb Dings?
Frau G.: Sie haben auch noch nicht oft Interviews geführt oder? Die Formulierung Ihrer Fragen ist absolut indiskutabel, würde ein bekannter Literaturkritiker jetzt sicherlich abwimmelnd antworten.
Hauself: Richtig, entschuldigen Sie bitte. Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte ist ja, jetzt meinen Lesern hier im Blog mal verständlich zu machen, wie das da bei Ihnen überhaupt funktioniert…So täglich. Wo kommen denn die ganzen Artikel und Themen und so her?
Frau G.: Das klingt ja schon etwas besser. Eigentlich müssten Sie ja genau wissen, wie das bei uns läuft. Sie sind ja nun selbst schon fester Bestandteil des Teams und unabkömmlich.
Hauself (wischt sich eine Träne der Rührung aus den Augen): Das haben Sie ja noch nie zu mir gesagt.
Frau G.: Kommen wir doch nun mal auf Ihre Frage zurück. Uns erreichen am Tag rund 150 Pressemitteilungen via Email. Da ist man erst einmal damit beschäftigt die Themen raus zu suchen, die interessant sind. Nebenbei habe ich dann noch die Tagespost, die bearbeitet werden muss. Das heißt es treffen täglich neue Bücher, CDs oder Filme ein, die dann nach Erscheinungsdatum sortiert werden müssen. Das sind so die täglichen Aufgaben und natürlich die Kommunikation mit unseren Promotionagenturen, den Verlagen und den Plattenfirmen sowie die Organisation von Gewinnspielen.
In der Regel sind wir mit unseren Artikeln eine Woche im Voraus fertig. Das heißt wir setzen uns meist am Wochenende hin und schreiben dann über die Themen, die in der Folgewoche aktuell sein werden.
Hauself: Ach, was…Das sagen Sie doch jetzt nur so. Das stimmt ja nicht wirklich, dass mit dem „Wir arbeiten immer brav im Voraus….“ Wer von uns beiden sitzt denn regelmäßig spätabends noch an der Arbeit, weil ihr einfällt, dass sie ein WICHTIGES Thema vergessen hat?
Frau G.: (räuspert sich) Nun ja, das gehört ja jetzt nicht hier her. Gut, ich muss zugeben, dass das mit dem Vorausarbeiten in 90 % der Fälle nicht klappt, was aber leider auch daran liegt, dass viele Meldungen ja immer in dem Moment aktuell werden, in dem sie in mein Mail Postfach flattern.
Hauself: Soso, flattern tun die also. Aber jetzt mal ehrlich…Wieviele Mails des vergangenen Monats sind bisher unbearbeitet?
Frau G.: Also die vom Januar?
Hauself: Ja natürlich. Wenn ich sage, die des letzten Monats, dann meine ich das auch so…
Frau G.: Naja, bei Ihnen ist man da ja nie so sicher… Manchmal liegt da ja ein himmelweiter Unterschied zwischen dem, was sie schreiben und dem, was Sie eigentlich ausdrücken wollen…
Hauself: Muss man sich eigentlich heutzutage alle Boshaftigkeiten gefallen lassen? Ich fühle mich gemobbt und werde morgen sofort in die Hauselfen-Gewerkschaft eintreten. Ich habe auch Rechte, Frollein. Aber zurück zur Frage… Wollen Sie die vielleicht jetzt noch beantworten? Ich habe nicht ewig Zeit. Daniel Raifura wartet…
Frau G.: Ach, etwa dieser Autor, der in den letzten zwei Jahren zwei Spitzenkrimis geschrieben hat?
Hauself: Na jetzt wollen Sie mich aber auf den Arm nehmen, oder? Soweit ich informiert bin, sitzt der doch mit Ihnen da in einem Boot und schreibt ein Interview nach dem anderen für Ihr Magazin…
Frau G.: Richtig, das stimmt wohl! Aber jetzt lenken Sie ja schon wieder von Ihrer eigentlichen Frage ab.
Hauself: Ja, weil SIE mich ja auch ständig aus dem Konzept bringen. Was ist denn nun mit den Emails, die nicht bearbeitet sind…?
Frau G.: Gut, derzeit sind es 157.
Hauself: Klopper. Da würde ich ja glatt noch ne 0 dran hängen, weil ich mich ja eigentlich immer heimlich in Ihren PC hacke, damit ich das überwachen kann. Mit den Mails meine ich…An dem Zugang für Ihr Handy arbeite ich noch. Das haben Sie ja ständig in den Händen… Da komm ich nicht so leicht durch mit meinen kleinen Händen, aber wenn, dann habe ich auch endlich alle geheimen Telefonnummern und dann…
Frau G.: Muss ich jetzt Angst haben, dass sie uns quasi fremdgehen und demnächst für eine große Stadt Tageszeitung Ihren Fernseh Trash schreiben?
Hauself: Nein, nein… Natürlich nicht. Aber nochmal zurück auf diesen Raifura…Was macht der Typ eigentlich, wenn Sie es schon nicht gebacken kriegen Ihre Emails zu beantworten?
Frau G.: Der Typ, wie Sie ihn leicht abwertend nennen, schreibt bei uns die Krimi Rezensionen
und führt außerdem fantastische Interviews. Der hat schon sämtliche Leute getroffen… Sebastian Fitzek, Joy Fielding, Jennifer Rush, David Hasselhoff….Ach nee, bei dem war er leider „aus persönlichen Gründen“ verhindert. Irgendwie verständlich, finden Sie nicht?
Hauself: Absolut. „Looking for Freedom“…. Reicht ja, wenn ich das jeden Morgen vergebens singe, wenn ich in meiner kleinen Hauselfen Hütte unter Ihrem Schreibtisch aufwache…
Frau G.: (blättert am Telefon in ihrem Terminkalender…) Jaja…
Hauself: Toll, wie Sie da so dezent drüber weggehen. Aber weiter im Text. Gibt es eigentlich in den 4 Jahren ein bestimmtes Erlebnis, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist? Abgesehen von der wunderbaren Entscheidung meine Wenigkeit eingestellt zu haben?
Frau G.: Ja, das gibt es bestimmt. Sogar mehrere. Generell ist das schwer zu sagen, weil wir natürlich in 4 Jahren so viele unterschiedliche Menschen getroffen und etliche Veranstaltungen besucht haben. Egal ob Konzert, Lesung, Theater oder Musical. Das überhaupt alles machen zu können ist schon wirklich großartig.
Für mich persönlich sind die Interviews immer etwas Besonderes und ich denke da würde Daniel mir zustimmen. Man hat die Gelegenheit Menschen zu treffen, die man selbst vielleicht bewundert und nie treffen würde.
Vor einiger Zeit durften wir Joy Fielding zum Interview treffen. Das war auch einfach super.
Skurril war sicherlich auch die Begegnung mit Paris Hilton bei einer Musical Premiere im letzten Jahr. Das war so unwirklich und innerhalb weniger Sekunden vorbei. Unser Fotograf hat körperlich leider an dem Abend gelitten. Der musste nämlich mit 100 anderen Fotografen um das beste Bild kämpfen.
Aber es gibt auch das komplette Gegenteil. Wir haben es auch schon erlebt während eines Interviewtermins wild beschimpft zu werden. Die Gründe dafür sind uns bis heute nicht bekannt und das Interview konnte dann leider auch nicht veröffentlicht werden. Hätte aber wahrscheinlich beiden Seite nicht viel gebracht… Also, wir werden natürlich keine Namen nennen…
Hauself: Ach was, wie schade. Also, ist Ihnen da wirklich gar nichts zu entlocken?
Frau G.: Nun ja…Ein inzwischen ziemlich erfolgloser Schauspieler, der es noch nicht bis in den Dschungel geschafft hat.
Hauself: Also, da kommen ja nun wirklich einige in Frage… Ich brauch einen weiteren Hinweis… Ich verzichte dafür auch einen Monat auf meinen Lohn…
Frau G.: „Spot an…Licht aus…“ oder war es andersrum… „Licht aus, Spot an…“?? Reicht das…
Hauself: Nun ja, der Herr R. aus B…Na der wird doch bestimmt entweder bald im Dschungel oder bei dieser Tanzmaus Sendung von RTL landen. Und wo wir doch jetzt die seriösen Fragen abgehandelt hätten… Ich hab da noch ein bisschen was aufm Herzen…
Frau G.: (will auflegen) Ähm, wissen Sie eigentlich muss ich ja jetzt wech, ne? Sie wissen schon die Emails….
Hauself: Wie bitte? Ich glaube es nicht… Also, da nehme ich mir EXTRA meinen wohlverdienten Feierabend Zeit und werde hier mal eben so mit ein paaaaar Antworten abgespeist? Hallo??? Ich bin der Hauself und ich bestimme, wann das hier zu Ende ist. Entweder Sie haben jetzt noch Zeit für mich oder ich muss mir das mit dem Wechsel doch nochmal überlegen.
Frau G.: Ok, ok…
Hauself: Ist ja unfassbar. Ich hoffe nur, dass Sie sich sonst besser im Griff haben. So verhält man sich doch nicht einem engagierten und interessierten Journalisten gegenüber….
Frau G.: Jetzt übertreiben Sie aber…Sie sind doch kein Journalist… Ich bitte Sie…Sie schreiben über Sendungen wie „Schwiegertochter gesucht…“ Das kann ich ja nicht gerade als seriös bezeichnen…
Hauself: Bitte? Wird das jetzt hier eine Grundsatz Diskussion? Wer hat mich denn beauftragt?
Frau G.: Wer wollte denn unbedingt seine TV Sucht kompensieren?
Hauself: Ja, aber doch nur, weil….weil ich mit dem Schreiben irgendwie all das, was ich da im TV sehe irgendwie verarbeiten muss… Das „Dschungel“ und „Mitten im Leben“ Zeugs… Das geht auch an mir nicht spurlos vorbei….
Frau G.: Richtig, wie konnte ich das vergessen. Nach Ende der letzten Staffel vom Dschungelcamp war Ihr Geheule ja nicht zum Aushalten. Ich habe ernsthaft mit dem Gedanken gespielt mir eine Rammstein CD zu kaufen und die im Büro mal so richtig laut aufzudrehen.
Hauself: SO! Da gehe ich jetzt mal dezent drüber weg. Aber mich würde nochmal interessieren, wieso mein Kram eigentlich in einem gesonderten Blog erscheinen muss und nicht auf der ganz normalen Magazin Seite veröffentlicht wird…
Frau G.: Nun ja… Wie soll ich das jetzt sagen….?
Hauself: Die Wahrheit, bitte. Ich kann das verkraften. Mein Koffer ist schnell gepackt.
Frau G.: Naja, wie gerade schon angedeutet… Seriös ist das mit dem Dschungel und den Schwiegertöchtern ja nicht gerade… Das passt einfach nicht soooo optimal ins Konzept.
Hauself: Aha, ich bin Ihnen also peinlich.
Frau G.: Nein, so war das nicht gemeint. Sehen Sie das doch mal so…In dem Blog können Sie quasi machen und schreiben, was Sie wollen… Tun Sie ja eigentlich schon. Da rede ich Ihnen ja nicht rein…
Hauself: Ich glaub mein nächster Beitrag wird mal wieder richtig fies…Ich erhalte ja gerade genügend Stoff dafür…
Frau G.: Ja, meinetwegen. Haben Sie noch irgendwelche Fragen? Ich müsste dann auch bald los…
Hauself: Falsche, absolut falsche Antwort, wenn ich nochmal darauf hinweisen darf, dass ICH dieses Gespräch beende.
Frau G.: (schweigt)
Hauself: Ein seltener Moment, Sie sind also sprachlos. So, und jetzt muss ich unbedingt wissen, was mit den ganzen schlechten Büchern passiert und ob ich die eigentlich haben könnte?
Frau G.: Also, wirklich schlechte Bücher gibt es ja nicht. Es gibt nur überaus talentierte Autoren und solche, die eher weniger Talent haben eine Geschichte zu erzählen.
Was wollen Sie denn mit den ganzen Büchern in Ihrer kleinen Hütte? Also können Sie das wohl vergessen.
Hauself: Ok, nehme ich zur Kenntnis…So, und jetzt wäre es doch abschließend noch Zeit für ein unfassendes Geständnis…
Frau G.: Was? Wie? Welches Geständnis?
Hauself: Ich finde, Sie könnten den Leuten jetzt ruhig mal frei heraus erzählen, warum Sie mich eigentlich täglich misshandeln.
Frau G.: Wie bitte?
Hauself: Ja, das ist doch seelische Grausamkeit, dass ich den ganzen Quatsch im Fernsehen anschauen muss und nicht Sie!
Frau G.: So würde ich das jetzt nicht sehen… Sie haben einfach viel mehr Zeit als ich und einen echt guten Draht zu einem Sozialarbeiter, der sich sicherlich auch in psychologischen Dingen ganz gut auskennt. Also, wenn Sie da mal Gesprächs- und Therapiebedarf haben und einfach mal etwas aufarbeiten müssen, was sich nicht aufschreiben lässt. Fragen Sie den doch mal. Der kriegt das für gewöhnlich mit Kindern und Jugendlichen auch ganz gut hin. Da wird der doch vor so einem Hauself wie Ihnen, nicht zurückschrecken…
Hauself: Dazu möchte ich jetzt nichts sagen. Nur so viel. Der Herr, von dem Sie sprechen, ist uns beiden ja wohl sehr gut bekannt, ne? Sie haben doch selbst schon das ein oder andere Gläschen Wein mit dem gekippt. Also tun Sie mal nicht so, als wäre ich hier der Einzige, der Gesprächsbedarf hätte.
Frau G.: Nee, aber Sie sind der Einzige von uns beiden der wirklich, wirklich täglich in Kontakt mit ihm steht… Ich kriege das schon mit, welche Telefonnummer immer heimlich von meinem Telefon UND von meinem Handy aus gewählt wird.
Hauself: Ach was… Sie blöffen. Aber zurück zum Magazin. Was erwartet uns in diesem Jahr?
Anders ausgedrückt. Wie gedenken Sie mich zu ersetzen?
Frau G.: Aber, SIE kann man doch gar nicht ersetzen. Das würde ich niemals übers Herz bringen.
Hauself: Ich weine gleich.
Frau G.: Ich auch.
Hauself: Also, müssen wir beide zur Therapiesitzung?
Frau G.: Gut möglich. Aber ich habe gehört, dass der in nächster Zeit so wenige Termine frei hat. Der soll ja jetzt sogar in Berlin aus einem seiner Bücher lesen…Aber, pssst. Das haben Sie jetzt nicht von mir.
Hauself: Uiii, da schleich ich mich aber in den Koffer. Und wie geht das jetzt so bei uns redaktionell weiter?
Frau G.: Spannend, wie immer. Buchmesse Leipzig, Grimme Preis, Deutscher Filmpreis, Buchmesse Frankfurt, Musicalpremiere Hamburg und und und… Uns wird schon nicht langweilig werden. Der Raifura trifft jetzt demnächst noch die Tess Gerritsen und interviewt den Jeffrey Deaver. Das sind ja auch zwei Top Autoren. Und ich mach dann noch den Cody McFadyen und so ein paar andere Leutchen.
Hauself: Klingt gut. Solange ich weiter Fernsehen schauen kann bin ich zu allen Schandtaten bereit.
Frau G.: Dürfen Sie!
Hauself: Ich bedanke mich für das Gespräch. Auf die nächsten 4 Jahre!
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Das war mein Beitrag zum Geburtstag. Ich hoffe ja, dass ich im Verlauf des Jahres doch noch aufsteigen könnte. Quasi zum Chef-Hauselfen. Sie hat ja immerhin mehr oder weniger gesagt, dass ich hier in diesem Blog quasi machen kann was ich will. Na wenn Sie das mal nicht bereut. Das TV hält sicherlich 2012 noch die ein oder andere Überraschung für uns bereit…
Bis dahin!
Euer Hauself!