|
Im Urlaub ist es schwierig, die Kultur und Menschen eines fremden Landes wirklich kennenzulernen. 4 GaLaBau-Azubis aus Deutschland hatten jetzt die Chance, bei einem Austausch der Aktion Sühnezeichen ASF das "echte" Amerika zu entdecken und dort zu helfen, wo Hilfe wirklich nötig ist. Alle Azubis stammen aus Mitgliedsbetrieben der "Initiative für Ausbildung", die sich zu einer besonderen Ausbildungsqualität - auch im Sinne einer Persönlichkeitsentwicklung - verpflichtet haben.
Einer der Teilnehmer war Christopher Bee von Beckmann GaLaBau aus Essen. Der 22-Jährige nahm in diesem Sommer an einem Austauschprojekt der ASF teil, bei dem junge Menschen in anderen Ländern soziale Projekte unterstützen und so auf beiden Seiten Verständnis und Nähe aufbauen. Ein Anliegen der ASF ist es dabei, den Austausch und die Diskussion zwischen jungen Deutschen und Amerikanern jüdischen Glaubens zu fördern. So kam es im Laufe der 14 Tage auch zu zahlreichen Diskussionen und Veranstaltungen, u.a. auch mit Überlebenden des Holocaust.
"Wir haben wirklich einen unglaublichen intensiven Einblick in das Leben der Menschen in den USA bekommen, den man so im Fernsehen nie zu sehen bekommt", fasst der Azubi seine Erlebnisse zusammen. Besonders beeindruckt haben ihn dabei auch die persönlichen Geschichten der Menschen, die zeigen, wie schnell man auch in einer hochmodernen Gesellschaft durch das soziale Netz fallen kann. Dies wurde vor allem bei der Arbeit mit und für Wohnungslose in Philadelphia deutlich, ein Schicksal, welches viele mit einer hochindustrialisierten Gesellschaft gar nicht in Verbindung bringen.
Wie hart das Leben für diese Menschen ist haben die jungen Azubis aus nächster Nähe erfahren, z.B. bei der Wiedereinarbeitung psychisch kranker Obdachloser in ein eigenständiges Leben. Christopher Bee beschreibt seine bleibendsten Erinnerungen an die Reise so: "Wenn man die Lebenswelten dieser Menschen einmal aus nächster Nähe kennenlernt, dann entwickelt man eine ganz andere Sicht auf die Dinge. Vieles was man für völlig normal hält, wird plötzlich in Frage gestellt."
Auch wenn der Trip sicher kein Erholungsurlaub war, so ist er froh, den Schritt getan zu haben. Viele neue Eindrücke und Ansichten, Dinge über die man nachdenken kann und muss, bleiben als Erinnerung an die Reise. Und jeder, der ein Land wie die USA einmal aus nächster Nähe und abseits der Reiseführer kennenlernen möchte, dem rät der angehende Landschaftsgärtner, sich über das ASF-Programm zu informieren.
Quelle/Foto: agentur-tatendrang.de |